Wacom Tablett HOWTO Stefan Runkel <runkel (at) runkel-it.de> Version 1.0.7 vom 29. Dez 2000 Installation von (nicht nur) Wacom Grafiktabletts unter Linux und / oder xfree86 Copyright

Copyright (c) 1999,2000 by Stefan Runkel runkel (at) runkel-it.de

Dieses Dokument beschreibt die Installation von Wacom Tabletts unter Linux. Es darf wahlweise unter der GNU Public Licence Version 2 (oder höher) oder unter den Standard LDP Bestimmungen verbreitet werden. Diese Lizenzen sollten dort erhältlich sein, wo Sie dieses Dokument erhalten haben. Bitte beachten Sie, daß, da die LDP-Bestimmungen jede Veränderung des Dokumentes (ausgenommen Übersetzungen) verbieten, modifizierte Versionen als unter der GPL stehend angesehen werden können. Einführung

Trotzdem sollte es nicht schwerfallen, die gezeigten Konzepte auf Produkte anderer Hersteller zu übertragen.

Ich habe dieses Dokument geschrieben, weil ich kein Dokument im Internet finden konnte, welches die Thematik vollständig beschreibt. Also habe ich mir viele kleine Informationen von verschiedenen Leuten im Netz besorgt und sie zu diesem HOWTO zusammengesetzt. Aufgrund der Leserfragen muß ich einsehen, daß auch dieses HOWTO nicht vollständig ist und es auch niemals sein wird. Aufgrund derselben Leserfragen kann ich jedoch auch sagen, daß dieses HOWTO bereits vielen Leuten den Einstieg erleichtert hat. Mit jeder neuen Frage wächst dieses HOWTO.

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ArtZ II Serie (in Europa bekannt als UltraPad Serie - der selbe Name UltraPad wurde auch für frühere Tabletts benutzt, die nur teilweise funktionieren. ArtPad II PL300 (kombiniertes LCD-Display und Tablett) Pen Partner Graphire alias FAVO (Maus und Stift, für volle Unterstützung muß mindestens der Treiber alpha 16 von bezogen werden) Intuos Serie (funktioniert bei manchen Distributionen nur teilweise, aktualisierte alpha Treiber gibt es unter

Die älteren SD und HD Modelle werden vom Standard XFree86 Treiber nicht unterstützt. Es gibt aber unter einen Treiber der diese Geräte sowie ein Paar OEM Produkte mit eingebautem Display wie IBM Thinkpad 360 PE und Toshiba T200 nutzbar macht. Welche Software wird benötigt

Für XFree lautet das Schlüsselwort XInput. Diese Spezifikation muß von Gerätetreibern unterstützt werden, die erweiterte Informationen zur Verfügung stellen wollen. Auf der anderen Seite muß XInput von Programmen verwendet werden, die alternative Zeigegeräte verwenden wollen.

Es gibt eine große Anzahl von Programmen, welche die gtk Library verwenden. Das gtk hat XInput Support und es ist sehr einfach, diese Funktionalität in eigene Programme zu integrieren. Zumindest die folgenden Applikationen unterstützen XInput:

Das Gimp - ein leistungsstarkes Bildbearbeitungsprogramm im Stil von Photoshop. Die instabile 1.1.x Entwickler-Version beinhaltet XInput Support serienmäßig. Wir erwarten die nächste stabile Version 1.2.x kurzfristig.

gsumi - Ein einfaches Schwarz/Weiß Malprogram. Es unterstützt druck- und neigungssensitives Zeichnen / Löschen. Herunterladen kann man es von der gsumi Homepage:

xink (von Ralph Levien) - ein anderes rudimentäres Zeichenprogramm für X.

xink gibt es unter:

RasMol - ein Programm zur Visualisierung von molekularen Strukturen. Es unterstützt ein spezielles Auswahlgerät über XInput. Weiteres unter .

xinput (von Frederic Lepied) - ein sehr nützliches Hilfsprogramm zum Konfigurieren und Testen von XInput Geräten.

Der Wacom Treiber von gpm scheint für die alten Artpad Modelle zu sein, die Dokumentation gibt darüber keine Auskunft. Ich habe es mit den Modellen UltraPad, PenPartner, graphire und intuos versucht, hatte jedoch keinen Erfolg. Ich habe daher die Wacom - Unterstützung neu geschrieben. Ab Version 1.18.2 ersetzt mein Wacom Treiber den alten. Er arbeitet mit den Produkten penpartner, graphire und Ultrapad.

Wer ein altes Artpad besitzt und es verwenden möchte, benutzt gpm < 1.18.1 und gibt killall gpm ; gpm -t wacom -m /dev/ttyS0 ein und das Tablett sollte funktionieren. Für graphire verwendet man stattdessen gpm ab Version 1.18.2 und ruft wie folgt auf:

Für den relativen (Maus-) Modus: killall gpm ; gpm -t wacom -o relative -m /dev/ttyS0 Für den absoluten (Tablett-) Modus: killall gpm ; gpm -t wacom -o absolute -m /dev/ttyS0 Natürlich werden nur die Basisfunktionen wie Bewegung und Tasten unterstützt, Druck und Neigung stehen nicht zur Verfügung, da sich aus deren Verwendung keine Vorteile für Applikationen im Textmodus ergeben. Die Makrotasten des Ultrapad und das Scrollrad der graphire-Maus werden nicht unterstützt.

Werden gpm und XFree86 gemeinsam verwendet, so können (müssen aber nicht) Probleme auftreten, da eine Schnittstelle normalerweise nur von einem Programm gleichzeitig geöffnet werden kann. Es gibt 2 Lösungen für dieses Problem:

Der gpm Repeater Modus. Wenn gpm mit der Option "-R Protokoll" gestartet wird, gibt es alle eingehenden Daten wieder auf das Gerät /dev/gpmdata aus. Angenommen, es wird eine PS2-Maus verwendet und der gpm- Aufruf lautet: gpm -t ps2 -Rmman dann übersetzt gpm die eingehenden PS2-Datenpackete in MMan Packete und gibt diese auf /dev/gpmdata aus. Unglücklicherweise kann gpm zur Zeit nur in einige wenige Protokolle übersetzen. Diese Protokolle sind mit einem Stern in der ersten Spalte der Liste gekennzeichnet. Die Liste kann wie oben mit gpm -t help abgerufen werden.

Wenn die Übersetzung übersprungen werden und der Datenstrom Zeichen für Zeichen weitergegeben werden soll, dann ist als Protokoll raw zu verwenden: gpm -t ps2 -R raw . XFree kann nun dazu gebracht werden, diese zweite Schnittstelle zu verwenden. Hierzu muß die Zeile Device "/dev/gpmdata" in der Datei XF86Config zur Sektion Pointer oder zur Sektion XInput hinzugefügt werden.

Wird startx benutzt, so kann dieses Skript so modifiziert werden, daß es gpm -k ausführt, bevor der X-Server gestartet wird. Diese Option beendet einen laufenden gpm-Daemon. Tabletts zur Verwendung mit XFree 3 und XFree 4

Falls eine ältere Version verwendet werden muß: XInput sollte ab Version 3.1.2.d verfügbar sein.

Die XInput Unterstützung für XFree wird in der Datei XF86Config konfiguriert. Meistens findet man diese Datei in /etc oder in /etc/x11. Ich werde nun zwei sehr kurze Beispielkonfigurationen zeigen, die erste behandelt XFree 3, die andere ist für XFree 4. Anhand dieser Beispiele werde ich jedes Schlüsselwort und seine Verwendung erläutern. Beispiel-Konfigurationsauszug für XFree 3

Da die Beispiele die Unterschiede gut hervorheben, werden diese Syntaxunterschiede für den Rest des Dokumentes als bekannt vorausgesetzt. Sektion Module

XFree 3: Load "xf86Wacom.so" XFree 4: Load "wacom"

Diese Einstellung darf nur einmal in einer XF86Config-Datei vorkommen. Device Type (XF3) und Type (XF4)

Die Modelle penpartner und graphire erkennen lediglich den Typ eines Gerätes, können aber nicht zwischen verschiedenen Geräten gleichen Typs unterscheiden. Es daher nicht möglich, einen auf rot und einen auf blau konfigurierten Stift zu verwenden. Alles, was diese Modelle an Information übermitteln, ist: "Stift ist aufgesetzt", oder "Radierer ist aufgesetzt", oder "Maus ist aufgesetzt".

XInput weist die Geräte zu Gerätetypen zu. Diese Gerätetypen werden in der XF86Config spezifiziert. Bei XFree 3 ist dies eine Untersektion der Sektion XInput, bei XFree 4 sind es individuelle Sektionen Inputdevice. Die Gerätetypen sind: WacomStylus Spitze eines Stiftes oder eines Airbrushs WacomEraser Radierer eines Stiftes oder Airbrushs WacomCursor Mäuse, wie graphire Mouse, Lens Cursor, 4d-Mouse Wie die Beispielkonfigurationen zeigen, werden Gerätetypen in XFree 3 mit dem Schlüsselwort "Devicetype" und in XFree 4 als Option "Type" spezifiziert. DeviceName (XF3) und Identifier (XF4)

Beispiel (XFree 3): SubSection "WacomStylus" # Stift DeviceName "PenRed" # Name, frei wählbar ... DebugLevel 10 # sehr viel Diagnosemeldungen ... EndSubSection Beispiel (XFree 4): Section "InputDevice" Identifier "PenRed" # Name, frei wählbar Option "Type" "stylus" ... Option "DebugLevel" "10" # sehr viel Diagnosemeldungen ... EndSection Serial Num (nur intuos Modelle)

Beispiel (XFree 4): Section "InputDevice" Identifier "PenRed" # Name, frei wählbar ... Option "Serial" "2609917443" ... EndSection Section "InputDevice" Identifier "PenBlue" # Name, frei wählbar Option "Type" "stylus" ... Option "Serial" "2609918664" ... EndSection

Kombinierte Eingabegeräte wie Stifte oder Airbrushs verfügen nur über eine Seriennummer. Der Treiber benutzt die Seriennummer zur Erkennung eines speziellen Gerätes und den Gerätetyp zur Unterscheidung von Spitze und Radierer.

Herausfinden der Seriennummer eines Gerätes

DebugLevel auf 6 setzen X-Server starten durch Eingabe von X 2>t Alle Eingabegeräte der Reihe nach auf das Tablett aufsetzen und wieder abheben. Die Reihenfolge des Aufsetzens notieren. Den X-Server beenden (normalerweise Ctrl+Alt+Backspace) Den Befehl grep serial_num t ausführen.

Man erhält eine Liste der verschiedenen Seriennummern.

Seriennummern - Beispiel einer Protokollierung (XFree 3)

BEGIN xf86WcmProc dev=0x8354d60 priv=0x833e3f0 type=stylus flags=9 what=1 xf86WcmProc pWcm=0x8354d60 what=ON END xf86WcmProc Success what=1 dev=0x8354d60 priv=0x833e3f0 device_id=0x96 serial_num=2595227137 type=cursor [cursor] abs prox=false x=0 y=0 z=0 button=false buttons=0 (serial_num ist in Zeile 4 Wort 2)

Mode absolute, Mode relative

Ein Gerät im Modus relative verhält sich wie eine normale Maus. Wird das Eingabegerät von der Oberfläche abgehoben und an einer anderen Stelle wieder aufgesetzt, bewegt sich der Mauszeiger (idealerweise) nicht.

Beispiel (XFree 3): Section "XInput" SubSection "WacomStylus" # Stift DeviceName "PenRed" # Name, frei wählbar ... Mode absolute ... EndSubSection EndSection

Beispiel (XFree 4): Section "InputDevice" Identifier "PenRed" # Name, frei wählbar Option "Type" "stylus" ... Option "Mode" "absolute" ... EndSection

Die Betriebsarten Extension, Core, AlwaysCore

Beginnend mit Version 3.3.3.1 bewirkt das Schlüsselwort AlwaysCore, daß beide Typen von Ereignissen gesendet werden sollen.

Wenn Alwayscore nicht angegeben wird, dann wird dieses Gerät zunächst im Modus extension verwendet, das heißt, es ist nur innerhalb von Programmen verwendbar und nicht für die Bedienung von Menüs.

Wenn Alwayscore angegeben wird, dann arbeitet das Gerät als core pointer (zusätzlich zur Maus). Es sendet aber auch Informationen wie Druck und Neigung an Programme, die das Gerät im Modus extension geöffnet haben.

Es ist möglich, für ein physikalisches Gerät zwei verschiedene logische Geräte zu konfigurieren, von denen eines im Modus Core und eines im Modus extension ist. Hierzu werden zwei identische Sektionen angelegt, die sich nur im Schlüsselwort Devicename unterscheiden. Als nächstes erhält nur die letze Sektion das Schlüsselwort Alwayscore.

Beispiel (XFree 3): Section "XInput" SubSection "WacomStylus" # Stift DeviceName "PenRed" # Name, frei wählbar ... AlwaysCore ... EndSubSection EndSection

Bei XFree 4 ist dieses keine Option in der Sektion InputDevice, sondern es wird in der Sektion Serverlayout eine der Einstellungen AlwaysCore / SendCoreEvents oder CorePointer angegeben: Beispiel (XFree 4): Section "ServerLayout" Identifier "XFree86 Configured" Screen 0 "Screen0" 0 0 ... InputDevice "icursor" "AlwaysCore" EndSection

HistorySize

Beispiel (XFree 3): Section "XInput" SubSection "WacomStylus" # Stift DeviceName "PenRed" # Name, frei wählbar ... HistorySize 200 ... EndSubSection EndSection

Beispiel (XFree 4): Section "InputDevice" Identifier "PenRed" # Name, frei wählbar Option "Type" "stylus" ... Option "HistorySize" "200" ... EndSection

Suppress

Beispiel (XFree 3): Section "XInput" SubSection "WacomStylus" # Stift DeviceName "PenRed" # Name, frei wählbar ... Suppress 10 ... EndSubSection EndSection

Beispiel (XFree 4): Section "InputDevice" Identifier "PenRed" # Name, frei wählbar Option "Type" "stylus" ... Option "Suppress" "10" ... EndSection

TiltMode (XF3) und Tilt (XF4)

Beispiel (XFree 3): Section "XInput" SubSection "WacomStylus" # Stift DeviceName "PenRed" # Name, frei wählbar ... TiltMode ... EndSubSection EndSection

Beispiel (XFree 4): Section "InputDevice" Identifier "PenRed" # Name, frei wählbar Option "Type" "stylus" ... Option "Tilt" "1" ... EndSection

MaxX, MaxY, MaxZ (ab alpha 20)

ResolutionX, ResolutionY, ResolutionZ (ab alpha 20)

TopX, TopY, BottomX, BottomY

Beispiel (XFree 3): Section "XInput" SubSection "WacomStylus" # Stift DeviceName "PenRed" # Name, frei wählbar ... TopX 0 TopY 5000 BottomX 5000 BottomY 10000 ... EndSubSection EndSection

Beispiel (XFree 4): Section "InputDevice" Identifier "PenRed" # Name, frei wählbar Option "Type" "stylus" ... Option "TopX" "0" Option "TopY" "5000" Option "BottomX" "5000" Option "BottomY" "10000" ... EndSection

Ermitteln der maximalen X, Y Werte, der aktuellen Einstellung sowie der Auflösung

Wenn die oberen 4 Einstellungen verwendet werden, möchte man oft Berechnungen zur Größe und Lage des resultierenden Rechtecks anstellen. Hierfür werden oft die maximalen Tablettabmessungen und die Auflösung benötigt. Um diese Werte zu erhalten, wird er Server gestartet: X 2>t . Beenden Sie den X-Server nun wieder (normalerweise Ctrl+Alt+Backspace) und führen Sie den folgenden Befehl aus: grep &dquot;X=&dquot; t . Die gesuchten Werte werden ausgegeben.

Ermittlung der Auflösung - Beispiel der Ausgabe

(--) Wacom IV Tablett maximum X=5103 maximum Y=3711 X resolution=1000 Y resolution=1000 suppress=6 (--) Wacom Tablett top X=0 top Y=0 bottom X=5103 bottom Y=3711 (--) Wacom Tablett top X=0 top Y=0 bottom X=5103 bottom Y=3711 (--) Wacom Tablett top X=0 top Y=0 bottom X=5103 bottom Y=3711

KeepShape

Ein eventuell angegebenes BottomX, BottomY wird ignoriert, da der Treiber diese Werte errechnet.

Beispiel (XFree 3): Section "XInput" SubSection "WacomStylus" # Stift DeviceName "PenRed" # Name, frei wählbar ... KeepShape ... EndSubSection EndSection

Beispiel (XFree 4): Section "InputDevice" Identifier "PenRed" # Name, frei wählbar Option "Type" "stylus" ... Option "KeepShape" "1" ... EndSection

Threshold

Threshold ist seit Version alpha 16 verfügbar und betrifft die Produkte graphire und intuos. Es wird der minimale Druck festgelegt, bei dem der Stift als aufgesetzt betrachtet wird. Bitte beachten Sie, daß der Integer-Wert als String codiert werden muß (entgegen allen anderen Integer-Werten).

Beispiel (XFree 3): Section "XInput" SubSection "WacomStylus" # Stift DeviceName "PenRed" # Name,frei wählbar ... Threshold "5" ... EndSubSection EndSection

Beispiel (XFree 4): Section "InputDevice" Identifier "PenRed" # Name, frei wählbar Option "Type" "stylus" ... Option "Treshold" "5" ... EndSection

USB (ab alpha 20)

Änderungen der Konfiguration in einer laufenden X-Sitzung

Gimp benötigt die Information, welche Eingabegeräte in welcher Betriebsart zu verwenden sind. Diese Einstellungen werden im Dialog File/Dialogs/Input Devices festgelegt. Oben in diesem Dialog finden sich zwei Auswahlfelder, beschriftet mit Device und Mode . Wählen Sie das zu konfigurierende Eingabegerät aus dem Auswahlfeld Device und wählen Sie eine Betriebsart aus dem Auswahlfeld Mode .

Die Betriebsarten sind: disabled: Gimp benutzt dieses Gerät nicht. window: Gimp benutzt dieses Gerät. Der Cursor wird von der Applikation gezeichnet. Der Cursor kann das aktive Fenster nicht verlassen. Der aktive Bereich des Tabletts wird auf das aktive Fenster abgebildet. screen: Gimp benutzt dieses Gerät. Der Cursor wird vom X-Server gezeichnet. Der Cursor kann über den ganzen Bildschirm bewegt werden. Der aktive Bereich des Tabletts wird auf den Bildschirm abgebildet.

Wenn beim Bewegen eines Gerätes zwei Mauszeiger sichtbar sind, so gibt es zwei Möglichkeiten: Benutzen Sie den Modus Screen. Eventuell verlieren Sie dadurch alle Gimp-eigenen Cursor. Wenn dies auftritt, dann werden alle Cursor durch den Stift-Cursor ersetzt. Konfigurieren Sie zwei verschiedene logische Geräte in der XF86Config, eines AlwaysCore und eines nicht. Konfigurieren Sie letzteres Gerät in Gimp auf den Modus Window. Falls Sie für dieses Gerät eines der Schlüsselwörter TopX, TopY, BottomX, BottomY in der XF86Config verwendet haben, so verwenden Sie unbedingt die selben Einstellungen für beide logische Geräte. Wird dies unterlassen, so werden Sie dadurch verwirrt, daß X den Zeiger eines Gerätes anzeigt, obwohl gerade ein anderes aktiv ist. Das macht sich bemerkbar in einem Mauszeiger, der sich sehr weit weg von dem Punkt befindet, an dem Gimp zeichnet.

Unter den zwei Auswahlfeldern befindet sich ein Registerdialog mit den zwei Registern Axes und Keys . Axes ordnet einer Achse eine Funktion zu, meistens ist es nicht nötig, hier etwas zu verändern. Stellt man sich jedoch einen Touch-Screen vor, der um 90 Grad verdreht in einen Tisch eingelassen ist, so möchte man hier vielleicht die X- und Y- Achse vertauschen.

Nun sollen die Eingabegeräte benutzt werden. Öffnen Sie den Dialog File/Dialogs/Device Status . Öffnen Sie ein Bild.

Jedes Gerät wird in Gimp unabhängig voneinander eingestellt.

Wenn Sie mit Eingabegeräten zeichnen, können Sie im Device Status Dialog verfolgen, das jeder Gerätewechsel erkannt wird. Wenn mit einem Gerät ein Werkzeug, Pinsel oder Muster gewählt wird, so ist diese Zuweisung an das aktuelle Eingabegerät gebunden. Auch hier reflektiert der Device-Status Dialog wieder die aktuellen Einstellungen. Diese Einstellungen können mit der Taste Save gesichert werden, so daß dieser Zustand vor der nächsten Sitzung wieder hergestellt wird.

Das Switch Device

Um die Tasten zu vertauschen, geben Sie xmodmap -e &dquot;pointer = 2 1 3&dquot; ein, und um den Ausgangszustand wieder herzustellen, xmodmap -e &dquot;pointer = default&dquot; . Das sollte mit jedem Gerät funktionieren, welches mindestens zwei Tasten hat. Beachten Sie, daß der Ausdruck &dquot;pointer = x x x&dquot; quotiert werden muß, damit die Shell ihn nicht verändert. Tastenzuweisung mit xinput für Geräte im Extension Modus

Um die Seitentasten zu vertauschen, würde man xinput list ausführen, um eine Liste der aktuellen Zuordnung zu erhalten, und dann die Änderungen mit xinput set-button-map Pen1 1 3 2 vornehmen, wobei Pen1 das zu verändernde Gerät ist.

Ab XFree Version 3.3.2 funktioniert das auch für Geräte, die AlwaysCore konfiguriert sind. xsetmode - Umschalten zwischen den Modi absolute / relative

Mit xsetmode kann ein Gerät zwischen den Betriebsarten absolute und relative umgeschaltet werden.

Beispiel: xsetmode GraphireMouse ABSOLUTE . xsetpointer - Festlegen des Core-Pointers

Führen Sie xsetpointer Devicename aus. Der alte Core-Pointer (meistens die Maus) ist nun inaktiv, und das Gerät Ihrer Wahl ist aktiv. Zum Beispiel läßt sich so die graphire- Maus zum Core Pointer machen.

xsetpointer -l listet alle Geräte und ihre aktuellen Einstellungen auf. Makrotasten

xinput -l gibt Aufschluß über die Anzahl der Makrotasten und weitere Parameter wie den ersten möglichen Scancode.

Hilfsprogramme zur Auswahl aus mehreren Tabletts und zum An/Abschalten der Tablettunterstützung

Ich habe zwei kleine Applikationen geschrieben, die hier Abhilfe schaffen sollen: Das Shell Skript sx für Benutzer von startx. sx benutzt das dialog Program, um ein Menü darzustellen, aus dem der Benutzer folgendes wählen kann: Eine von bis zu 10 XFree Konfigurationen (Tablett, Joystick, ...) für Notebooks, den Bildschirm (Intern oder Extern) welcher Window-Manager zu benutzen ist

Das kleine gtk-Programm xinput-chooser für diejenigen, die xdm benutzten. xinput-chooser präsentiert dem Benutzer jedesmal wenn der Anmeldebildschirm gezeigt wird, ein Menü. Hier kann dann eine aus bis zu 10 verschiedenen Konfigurationen gewählt werden.

Die Idee hierzu ist, eine XF86Config in mehrere Teile zu trennen: Eine Datei XF86Config.bare, welche die Information, die für alle Konfigurationen gleich ist enthält, und verschiedene Schnipsel, von denen jeder die Information einer speziellen Konfiguration beinhaltet. P> Die beiden Programme setzen dann die Einzelteile wieder zu einer lauffähigen XF86Config zusammen.

Das Paket kann heruntergeladen werden unter , es heißt xinput_chooser_sr. XFree FAQ - Probleme und Fragen

Gnome und Gimp erkennen weder Druck noch Neigung, Gimps Input Device Dialog zeigt &dquot;No Input Devices&dquot;

Scheinbar wurde Ihr gtk nicht mit XInput-Unterstützung compiliert. Bitte verwenden Sie ./configure --with-xinput=xfree zum Erstellen des Makefiles. Bauen Sie dann das gtk mit make && make install neu auf. Kompilieren Sie nun Gimp oder Gnome neu, so daß es das modifizierte gtk verwendet. Wird das Scrollrad der Maus (cursor) unterstützt ?

Ja, es generiert button 4 und button 5 Ereignisse. Wie finde ich die Seriennummer meiner intuos Werkzeuge ?

Lesen Sie den Abschnitt über Wie ändere ich das Ereignis für die Tasten meiner Werkzeuge ?

Lesen Sie den Abschnitt über . Wie kan ich den intuos/artpad/ultrapad Macro Bereich nutzen ?

Beim intuos kann der Bereich nicht genutzt werden. Nur Artpad / Ultrapad Macro Streifen funktionieren. Lesen Sie den Abschnitt über . Ist es möglich, mehrere aktive Bereiche auf demselben Tablet zu haben ?

Ja, lesen Sie den Abschnit über die Kann ich mehr als ein Tablet gleichzeitig nutzen ?

Ja, lesen Sie den Abschnit über das Der Wacom Treiber belastet die CPU stark. Abhilfe ?

Ich habe gehört, daß hdparm -u1 /dev/hdx (x mit Laufwerksbuchstaben ersetzen) helfen kann. Gpm FAQ - Probleme und Fragen

Bei NCurses Programmen funktioniert nur cut and paste, seit ich einen neuen gpm verwende

Möglicherweise betreiben Sie einen neuen gpm mit einer alten gpm library. Oder Sie verwenden einen alten client, der den Socket gpmctl in /var/run statt in /dev sucht. Im letzten Fall haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie besorgen sich neue Clients und compilieren diese neu oder Sie ändern gpm.h so, daß /var/run anstelle von /dev vwerwendet wird. Kompilieren Sie dann gpm und libgpm neu.

Weitere Information / benutzte Dokumente

gpm: gpm man page, gpm FAQ, source code file mice.c

XInput: XInput HOWTO von Owen Taylor

XFree und Wacom: XF86Config man page

Frederic Lepied's site

von Arnauld Claden

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